Projekt "Beteiligung durch Erinnerung"
Progetto "Partecipare attraverso i ricordi"

Informationsblatt / Foglio d'informazione


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International Year of Older Persons 1999

AUTONOME PROVINZ BOZEN-SÜDTIROL

Amt für Senioren und Sozialsprengel

Projekt

Beteiligung durch Erinnerung

ältere Menschen bringen ihre Erinnerungen in das Gemeinwesen ein


"Beteiligung durch Erinnerung" ist ein Projekt des Amtes für Senioren und Sozialsprengel (Südtiroler Landesverwaltung) zum Internationalen Jahr des älteren Menschen 1999. Das Projekt richtet sich an Vereinigungen von und für Ältere Menschen und besteht in der fachlichen Unterstützung dieser Vereinigungen durch Mag. Stefan Pöhl.

Durch das Projekt "Beteiligung durch Erinnerung" sollen zuerst einmal Methoden der Erinnerungs- und Biographiearbeit vermittelt werden, und in einem zweiten Schritt sollen Erinnerungen erarbeitet und Aktionen der Beteiligung am Gemeinwesen unterstützt und verwirklicht werden. Mit diesen von den Vereinigungen durchgeführten Aktionen sollen Erinnerungen in das Gemeinwesen eingebracht werden. Eigenständiges Arbeiten der Vereinigungen mit diesen Methoden und Verselbständigung der Aktionen ist das Ziel. "Beteiligung durch Erinnerung" soll sich somit zu einer fachlich unterstützten und neuen Form des bürgerschaftlichen Engagements von älteren Menschen entwickeln.

Vereinigungen von und für ältere Menschen sehen es als ihre Aufgabe, zurückgezogene ältere Menschen zu aktivieren. Zugleich gilt es aber auch, den gestiegenen Erwartungen von älteren Menschen mit einem attraktiven Programm entgegenzukommen. Eine Beschäftigung mit Erinnerungen kann ein solcher Programmpunkt sein.


1   Förderung des lebensgeschichtlichen Erinnerns

Wert des Erinnerns: Eine methodisch angeleitete Beschäftigung mit Erinnerungen bewirkt zweierlei: lokale Zeitgeschichte wird dem Vergessen entzogen und ein Vergleich der früheren und heutigen Zustände drängt sich auf. Dadurch kommen Bildungsprozesse in Gang (Biographiearbeit) und Impulse zur heute notwendigen individuellen Alters-Gestaltung können entstehen.

Themen des Erinnerns: Die methodisch angeleitete Erinnerung kann auf unterschiedliche Themen gerichtet sein: auf die ganze Lebensgeschichte (Biographie) oder auf bestimmte eingegrenzte Themen. Das fängt bei "drängenden" Erinnerungen (biographisch wichtige Themen) an, und geht hin zu Erinnerungen, die in der Öffentlichkeit gerade wieder aktuelle Themen betreffen. Das sind beispielsweise Themen, die im Lokalteil einer Tageszeitung vorkommen.

Methoden und Formen des Erinnerns:

  • Erzählen: In einem lebensgeschichtlichen Gesprächskreis erzählen die TeilnehmerInnen aus ihrem Leben.
  • Schreiben: In einer Schreibwerkstatt schreiben die TeilnehmerInnen ihre Erinnerungen auf.
  • Sammeln und Malen: Mit Fotos und selbstgemalten Bildern werden gemeinsam Collagen gestaltet und mit erinnerungsträchtigen Gegenständen werden Lebens-Kisten und Erinnerungskoffer zusammengestellt.
  • Szenisches Darstellen: Begebenheiten, Verhaltensweisen und Arbeitsabläufe werden als Stehgreiftheater dargestellt.
  • Fühlen, Riechen und Schmecken sowie Singen und Musikhorchen dienen vor allem als Erinnerungsimpuls.
  • Begehen: Orte der Erinnerung werden gemeinsam aufgesucht - Veränderungen werden festgestellt.

2   Gemeinwesenbeteiligung durch Erinnerung

Erinnerung zu aktuellen Themen: Die lebensgeschichtliche Erinnerung zu in der Öffentlichkeit gerade aktuellen Themen ist jener Beitrag an das Gemeinwesen, den gerade die älteren Menschen leisten können. Und bei den älteren Menschen kann die Einstellung "Das will sowieso keiner hören" einem Selbstbewußtsein über den Wert der eigenen Erinnerungen Platz machen.

Aktionen: Anhand von Aktionen sollen Mitglieder der Vereinigungen von und für älteren Menschen ihre lebensgeschichtlichen Erinnerungen in das Gemeinwesen einbringen.

Partner: Die Gemeinwesenbeteiligung beginnt aber schon damit, daß solche Aktionen zusammen mit Partnern durchgeführt werden sollen. Zusammen mit Aktions-Partnern lassen sich solche Aktionen auch besser druchführen. Partner könnten beispielsweise sein: die Gemeinde, Schulen, die Pfarrei, Chronisten, Museen, (lokale) Medien, Dorferneuerung - die Liste der möglichen Partner ist lang.

Methoden und Formen der Gemeinwesenbeteiligung durch Erinnerung:

  • Gemeinsames Erinnern: Zwischen Jung und Alt werden die Erinnerungen und Erfahrungen zu einem aktuellen Thema verglichen; "Dialog der Generationen".
  • Diskussionsbeteiligung: In die öffentliche Diskussion eines aktuellen Themas bringen sich die älteren Menschen mit ihren Erinnerungen ein.
  • Veröffentlichung: Erinnerungen zu einem aktuellen Thema werden in den Medien und auf Ausstellungen veröffentlicht.
  • Führen, Darstellen: Zeitzeugen: Zu einem aktuellen Thema führen Ältere die Jüngeren an die Orte ihrer Erinnerung. Zeitgeschichte wird so vermittelt und Veränderung wird sichtbar.

Mögliche Orte und Situationen der Gemeinwesenbeteiligung durch Erinnerung: Im Gesprächskreis, in der Schulklasse, im Altersheim, in der Pfarre, im Museum/der Galerie, bei traditionellen Veranstaltungen, im Dorf/Stadtteil, in der Zeitung ...


Teilnahme am Projekt "Beteiligung durch Erinnerung"

Zur Teilnahme aufgerufen sind Vereinigungen von und für ältere Menschen (speziell auf Ortsgruppenebene) sowie Partner für Aktionen der Gemeinwesenbeteiligung durch Erinnerung. Für weitere Informationen und eine Teilnahme am Projekt "Beteiligung durch Erinnerung" wenden Sie sich bitte an das Amt für Senioren und Sozialsprengel, Fr. Monika Rottensteiner, Tel. 0471/991536 oder direkt an Mag. Stefan Pöhl, Tel. 0339 / 74 878 95.


Ausgangssituation für das Projekt "Beteiligung durch Erinnerung":

  • In unserer heutigen Gesellschaft lebt eine noch nie dagewesen Anzahl älterer Menschen. Der beschleunigte gesellschaftliche Wandel in diesem Jahrhundert hat es aber auch mit sich gebracht, daß passende Modelle des Alterns fehlen. Es genügt heute nicht mehr nur, nach Sicherheit im Alter zu streben, es besteht die Notwendigkeit der individuellen Altersgestaltung. Eine breite Palette von schon real gelebten Lebensformen des Alters wird allerdings von gängigen Alters-Stereotypen überdeckt.
  • Gemeinwesen: Beim Begriff des "Gemeinwesens" geht es um die Frage der sozialen Kultur des Miteinander-Umgehens und die Veränderung derselben durch Auseinandersetzung mit anderen Denkweisen, durch Eingehen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse, Wünsche und Interessen, so daß es zu einer generationsübergreifenden Annäherung vieler Menschen aus verschiedensten sozialen Schichten zu einem produktiven Miteinander und zu einer Selbstbestimmung des eigenen Wohnumfeldes kommen kann.
  • Der ältere Mensch braucht eine neue Rolle, er muß sich selbst auch als handelnden Menschen sehen und als solcher von der Gesellschaft erkannt werden, seine Handlungsspielräume und Mitwirkungsmöglichkeiten müssen erweitert werden.
  • Im Zuge der Sozialstaatsdebatte gewinnt das Modell der Bürgergesellschaft an Bedeutung, verstärkte Bürgerbeteiligung und neue Formen des bürgerschaftlichen Engagements werden gefordert, die Produktivität des Alters soll gesteigert werden. Gleichzeitig haben die älteren Menschen ein immenses Potential des Engagements für das Gemeinwohl. Und dieses Engagement kann wiederum das Selbstbewußtsein der älteren Menschen stärken.


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International Year of Older Persons 1999

PROVINCIA AUTONOMA DI BOLZANO - ALTO ADIGE

Ufficio anziani e distretti sociali

Progetto

Partecipare attraverso i ricordi

persone anziane mettono a disposizione i loro ricordi per la comunità


"Partecipare attraverso i ricordi" è un progetto dell'ufficio anziani e distretti sociali (amministrazione provinciale) per l'anno internazionale delle persone anziane 1999. Il progetto si rivolge a gruppi ed associazioni di e per gli anziani e consiste nel sostegno professionale delle associazioni da parte del Mag. Stefan Pöhl.

Attraverso il progetto "Partecipare attraverso i ricordi" prima vengono trasmettessi i metodi per il lavoro biografico e dei ricordi, e in un secondo momento si elaborano ricordi ai quali in seguito se ne fa partecipe la comunità. Il lavoro autonomo delle associazioni con questi metodi, e autonomia delle iniziative che fanno partecipare la comunità ai ricordi sono gli scopi principali del progetto. In questo modo "Pratecipare attraverso i ricordi" si puó sviluppare una forma nuova e professionalmente sostenuta di impegno civile delle persone anziane.

Le associazioni di e per gli anziani vedono come proprio compito di rendere più attive le persone anziane che si sono ritirate. Nello stesso tempo, però, si dovrebbe andare incontro con dei programmi attrattivi, perchè le aspettative delle persone anziane sono aumentate. L' occuparsi di ricordi può essere considerato tale.


1   Sostegno del ricordo della vita

Valori del ricordo: Un' applicazione metodica nei confronti dei ricordi raggiunge due scopi: si recupera la storia contemporanea locale e si crea un confronto con la situazione odierna. In questo modo iniziano processi di formazione (lavoro biografico) e possono avvenire impulsi per la gestione individuale dell'essere anziano.

Temi del ricordo: Il ricordo metodico si può applicare su diversi temi: su tutta la vita (biografia) oppure su dei temi limitati. Si può cominciare da temi "che incalzano" (temi biografici importanti), fino ad arrivare a ricordi che si riferiscono a temi attuali nella vita pubblica. Questo sono, per esempio, temi che appaiono nella parte locale di un quotidiano.

Metodi e forme del ricordo:

  • Raccontare: In un gruppo di conversazione i partecipanti raccontano esperienze della loro vita.
  • Scrivere: In un laboratorio i partecipanti scrivono i loro ricordi.
  • Collezzionare e disegnare: Con fotografie e disegni personali si creano dei collage. Con oggetti di ricordi si creano scatole di vita oppure valige di ricordi.
  • Messa in scena: Avvenimenti, modi di comportamenti e lavoro vengono messi in scena in forma teatrale.
  • Sentire, odorare, assaporare come cantare ed ascoltare la musica danno impulsi per i ricordi.
  • Passeggiare: I luoghi dei ricordi vengono visitati insieme - si mettono in evidenza i cambiamenti.

2   Partecipare alla comunità attraverso ricordi

Ricordi su temi attuali: I ricordi della vita su temi attuali sono il contributo alla comunità, il quale può essere favorito sopratutto dagli anziani. Gli anzani, dalla loro parte, prendono più coscienza dell'importanza dei loro ricordi e non penseranno più: "Questo non lo vorrebbe ascoltare nessuno".

Iniziative: Attraverso di initiative i membri delle associazioni inseriscono i loro ricordi nella comunità.

Collaborazioni: La partecipazione alla comunià inizia già con la collaborazione con dei partner. Insieme si può realizzare più facilmente un'iniziativa. Si potrebbero fare collaborazioni con: i comuni, le parrocchie, le scuole, musei, cronisti, mass media locali - la lista delle possibilità è lunga.

Metodi e forme della partecipazione collettiva attraverso i ricordi:

  • Ricordo comune: Tra giovani ed anziani vengono confrontati i ricordi ed esperienze su un tema attuale: "Dialogo delle generazioni".
  • Partecipazioni alle discussioni: In discussioni pubbliche su un tema attuale le persone anziane contribuiscono con i loro ricordi.
  • Presentazioni: Ricordi riguardanti temi d'attualità vengono presentati nei media e nelle mostre.
  • Guide: Testimoni del tempo. Persone anziane fanno da guida a persone giovani nei luoghi dei ricordi. Così la storia contemporanea viene trasmessa alle generazioni più giovani e si notano i cambiamenti.

Possibili luoghi e situazioni della partecipazione alla collettività attraverso i ricordi: gruppi di conversazione, in classi delle scuole, nelle case di riposo, nella parrochhia, nel museo/nella galleria, durante eventi tradizionali, nel paese/quartiere, nel giornale ...


Partecipare als progetto "Partecipare attraverso i ricordi"

Sono chiamati a partecipare associazioni di e per persone anziane (soprattutto a livello comunale) come anche partner di collaborazioni nelle iniziative per fare partecipare la comunità ai ricordi. Per ulteriori informazioni e per una partecipazione al progetto "Partecipare attraverso i ricordi" si rivolga all'ufficio anziani e distretti sociali, Signora Monika Rottensteiner, tel. 0471/991536 oppure direttamente a Mag. Stefan Pöhl, tel. 0339 / 74 878 95.


Punti di partenza per il progetto "Partecipare attraverso i ricordi"

  • Nella nostra società odierna vive un gran numero di persone anziane, come mai prima nella storia. Il cambiamento sociale accellerato in questo secolo ha fatto sì che non ci sono modelli adatti per l'invecchiamento. Oggi non basta più cercare sicurezza nell'anzianità, ma c'è un bisogno di una formazione individuale dell'anzianità. Una vasta scala di forme di vita dell'anzianità vissute già realmente vengono oscurati dallo stereotipo dell'anziano.
  • Comunità: Col termine "comunità" si intende la questione della cultura sociale dei rapporti con gli altri e i cambiamenti che ne derivano attraverso confronti con altri modi di pensare. Comprendere diversi bisogni, desideri e interessi fa in modo che persone di diverse generazioni e strati sociali si avvicinano cosicchè si raggiunga un produttivo vivere insieme e una presa di coscienza dell'ambiente di vita.
  • La persona anziana ha bisogno di un nuovo ruolo nella società: lui si deve considerare se stesso come persona attiva e dev'essere acettato come tale dalla società. Gli spazi di partecipazioni e per poter essere attivi devono essere allargati.
  • Nell'ambito della discussione sullo stato sociale aumenta l'importanza del modello della società civile: si cercano partecipazioni civili più forti, e nuove forme dell'impegno civile. La produttività dell'anzianità[SP2] deve essere aumentata. Nello stesso momento le persone anziane hanno un immenso potenziale di impegno per il bene comune. E questo impegno, a sua volta, fa prendere coscienza di se stessi alle persone anziane.


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